Mein erstes BLOG-Thema widme ich den “Grauen Schnauzen”. Warum? Weil Sie mir sehr am Herzen liegen, diese wunderbaren Geschöpfe. Viele meiner Tierpatienten lerne ich erst im Seniorenalter kennen. Schade, wie ich finde, denn ich hätte Sie gerne schon früher kennengelernt. Sie kommen erst im Alter zu mir, weil Ihr Herrchen oder Frauchen mich noch nicht kannten und irgendwie auch alles in Ordnung war. Aber mit dem Alter kommen auch die ersten Gebrechen, wie bei uns Menschen auch. Erst dann überlegen wir, wie wir unser Leiden verbessern können und nehmen uns auch die Zeit, mal über unser Leben nachzudenken. Wie lebe ich? Wie esse ich? Bewege ich mich genug? Und was stresst mich immer wieder? Auch für unsere Tiere sollten wir uns diese Fragen stellen. Am besten natürlich wenn das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist. Aber es ist eben menschlich, erst dann zu reagieren, wenn es zwickt und zwackt. Aber was kann ich nun tun, um meinem langjährigen Familienmitglied bei seinen Beschwerden behilflich zu sein?

Aber schauen wir doch erst mal auf die üblichen Probleme im Seniorenalter unserer Grauen Schnauzen hin. Vieles kommt schleichend daher, einige Beschwerden aber auch plötzlich und mit voller Wucht. Da ich auch eine Graue Schnauze im Hause habe und auch bei ihm die Beschwerden des Alters sich einstellen, kann ich auch selbst erkennen, wie schnell oder langsam mein Hund sich verändert. Probleme wie Inkontinenz, körperliche Veränderungen, Wesensveränderungen u. v. m. stellen sich nun ein. Ich möchte hier die vielen Veränderungen und Beschwerden gerne erläutern und Ihnen Hilfestellung geben, mit naturheilkundlichen Mitteln das Leben Ihres Hundes zu verbessern.

Welche Probleme können sich im Alter einstellen?

Ich zähle hier mal die häufigsten Beschwerden auf, die ich so in meiner Praxis kennengelernt habe:

● Inkontinenz
● Zahnfleischprobleme und Maulgeruch
● Erkrankungen des Bewegungsapparates
● Leber-und Nierenprobleme
● Gutartige-und bösartige Tumore
● Sehstörungen
● Schwerhörigkeit
● Demenz

Ich werde diese Themen jeweils einzeln beleuchten und Sie in den folgenden Wochen und Monaten darüber informieren, was Sie tun können, um Ihr Tier mit diesen Beschwerden zu unterstützen. Es gibt so viel, was die Natur uns zu bieten hat, wir müssen nur wieder Vertrauen haben, unsere wundervolle Natur-Apotheke in unser Leben zu lassen.

#Inkontinenz beim Hund

Irgendwann kommt vielleicht der Tag, an dem wir mal eine Pfütze oder ein kleines Häufchen im Haus vorfinden. Bitte werden Sie nicht ungehalten und schimpfen Ihren Hund aus. Er hat es ganz bestimmt nicht mit Absicht gemacht. Dies kann ein Zeichen für eine beginnende Inkontinenz sein. Es ist eher selten, dass Senioren aus Protest Ihre Geschäfte im Haus erledigen, bei Katzen sieht es da schon etwas anders aus, aber das wird zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen. Es ist ihm aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich, seine Blase oder Darm ausreichend zu kontrollieren. Die Ursachen für Inkontinenz können vielfältig sein. Bei Hündinnen nimmt im Alter die Östrogenproduktion ab, was auch zu Inkontinenz führen kann. Auch kastrierte Hündinnen leiden im Alter eher an Inkontinenz. Aber auch durch Tumorbildung, Polypen oder Harnsteine kann es zu Inkontinenz kommen. Weitere Ursachen können auch durch einen Bandscheibenvorfall oder auch Arthrose im Lendenwirbelbereich zum Auslöser werden. Bei älteren Hunden mit Demenz habe ich auch sehr oft die Inkontinenz beobachtet.

Wie und mit was kann ich nun meinen Hund unterstützen?

Lassen Sie als erstes bei ihrem Tierarzt die Ursachen der Inkontinenz abklären! Gehen Sie nun öfter mit Ihrem Hund Gassi als Sie es gewohnt sind. Oft sind mehrere kleinere Runden für Ihren Hund sinnvoller. Besonders, wenn er es ihnen anzeigt, sollten sie handeln. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, mehrmals täglich zu gehen, schauen Sie, ob ein Nachbar oder Hundesitter dies für sie erledigen kann. Auch können Sie ihm für Notfälle eine Katzentoilette einrichten, damit er sich auch nachts mal schnell lösen kann. Wenn dies nicht klappen sollte, gibt es im Fachhandel auch Windeln für Hunde, die der Größe des Hundes angepasst sind. Diese erleichtern das gemeinsame Leben erheblich. Gerne wende ich neben der klassischen Homöopathie die Mykotherapie bei Inkontinenz der Hunde-Senioren an. Es gibt verschiedene Heilpilze, die hier unterstützend eingesetzt werden können. Zum Beispiel der Pleurotus ostreatus, der reich an Vitaminen des B-Komplexes einschließlich Folsäure, Vitamin C und D ist. Der Pleurotus wird in der Tierheilkunde vorwiegend bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Er entspannt Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder. In der traditionellen Chinesischen Medizin wird dieser Heilpilz zur Entspannung der Lendenwirbelsäulen-Muskulatur eingesetzt. Er fördert die Knochen-und Knorpelbildung und beugt einer Knochenentkalkung vor. Der Pleurotus fördert die Blutbildung und das Wachstum junger Zellen, auch im Knochenmark. In zahlreichen Studien wurden im Pleurotus antivirale, antibakterielle, antibiotische und antineoplastische sowie entzündungshemmende Eigenschaften nachgewiesen. Darüber hinaus unterstützt er das Wachstum probiotischer Bakterien in der Darmschleimhaut. Nach einer Antibiotikatherapie oder Wurmkur fördert er den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora. Dadurch wird auch das im Darm befindliche Immunsystem gestärkt.

Sie fragen sich nun, was hat das nun mit der Inkontinenz bei Hunden zu tun? 

Ganz einfach: Der Pleurotus ist ein Heilpilz, der einen Teil der Inkontinenz unterstützen kann, wenn die Ursache von Gelenkerkrankungen, wie durch Arthrose, Spondylose, Bandscheibenvorfälle o.ä. ausgelöst wird. Dadurch, dass eine Entspannung der Lendenwirbel-Muskulatur gefördert wird und auch entzündungshemmende Eigenschaften diesem Heilpilz zugesprochen werden, kann dies sich auch positiv auf die Blasenmuskulatur auswirken. Hier wird wieder ganz deutlich, dass die Nerven, Schmerzreaktionen sich auf Organe wie Blase und Darm bemerkbar machen können. Ob das nun der richtige Heilpilz für ihren Hund ist, kann in einer ausführlichen Anamnese geklärt werden. Liegen die Ursachen aber woanders, kann auch ein anderer Heilpilz der Richtige sein. Möchten auch Sie Ihren Hund auf diese Weise unterstützen, dann helfe ich Ihnen gerne eine individuelle Mischung für Ihren Vierbeiner herauszuarbeiten. Lesen Sie auch gerne die Informationen auf meiner Seite zur Mykotherapie.

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